Garten-News

21.05.2010 - 08:48 Uhr

Iris: Heilpflanze und Wappenzier

Sibirische Schwertlilie.
Foto: W. Barthlott/Uni Bonn.

Vielleicht ist es die blaue Blume der Romantik – die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), eine der wenigen blauen Blumen der heimischen Natur.

Ihre Hauptverbreitung hat die Sibirische Schwertlilie im westlichen Sibirien und erreicht in Deutschland ihre Westgrenze. Sie ist eine Bewohnerin feuchter Wiesen und deswegen gefährdet. Sie ist eine ausdauernde mit einem kräftigen Wurzelstock ausgestattete Pflanze und kann bis 120 cm hoch werden. Der Blütenstand enthält zwei bis fünf, relativ kurzlebige, 6–7 cm lange Blüten. Die Blüten selber sind relativ kompliziert aufgebaut und bestehen aus einem Kreis aus drei herunterhängenden „Hängeblätter“ und drei aufrechtstehenden „Domblättern“. Die Hängeblätter variieren in der Färbung stark und sind häufig weißlich oder hellviolett gefärbt und haben eine markante dunkle Aderung. Die Domblätter sind dunkler gefärbt, ihre Aderung ist weniger auffallend. Die Pflanzen blühen im Mai und Juni.

Schwertlilien sind alte Heilpflanzen, deren unterschiedlichsten Teile vielfach genutzt wurden. Sie enthalten Gerbstoffe undätherische Öle und wurde u.a. als harntreibende oder auswurffördernde Mittel genutzt. Sicherlich haben die Schwertlilien auch eine große symbolische Bedeutung. Die in vielen Wappen abgebildeten Lilien stellen Schwertlilien dar, so z.B. bei den französischen Bourbonen-Königen. (unibo)


 
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