Garten-News

27.06.2010 - 08:22 Uhr

Sporen des Birnengitterrosts bedrohen Birnbäume

Fruchtkörper des Birnengitterrost-
Pilzes an Wacholder.
Bild: IVA.

Birnbäume aller Sorten sind zunehmend vom Birnengitterrost bedroht. Pomologen, die Fachleute der Obstbaumkunde, sind besorgt: Dieser Rostpilz kann das Aus für alle Birnbäume bedeuten.

Besonders gravierend wäre das beispielsweise für eine Kulturlandschaft in der Altmark (Sachsen-Anhalt), deren Erscheinungsbild von schätzungsweise 100.000 Birnbäumen geprägt wird. Aber gerade auch Bäume in Hausgärten sind in Gefahr, weil nebenan, oft in Nachbars Garten, einer der vielen Zierwacholder wächst. Dieser ist anfällig für den Birnengitterrost, der auf dem Wacholder überwintert. Im April und Mai gibt der Fruchtkörper die weit fliegenden Pilzsporen frei.

Der Birnengitterrost kann sich von jedem Wacholderstrauch aus verbreiten. Die gelben Sommersporen des Pilzes entwickeln sich an den Blattunterseiten der Birnbäume in knollenartigen Warzen Sie werden durch gitterartige Schlitze herausgeschleudert. Landen die Sporen mit dem Wind an Wacholdertrieben, bildet der Birnengitterrost dort seine Winterform, den Wacholderrost. Dieser zeigt sich in allseitig braunen Anschwellungen (Gallen). Aus ihnen brechen im Frühjahr erst polsterförmige, dann höhere braunschwarze Sporenlager hervor. Bei Feuchtigkeit schwellen sie zu gelbbraunen gallertartigen Zapfen an. Die Wintersporen sind sofort keimfähig und werden vom Wind oder auch von Insekten auf die Birnblätter übertragen. Dort rufen die Sporen auf den Blattoberflächen die typischen orange glänzenden Flecken hervor. (Profil-Online)



 
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